| 3. Medien organisieren - Videoformate - Das MPEG-Format |
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Das MPEG-Format für die hochwertige Komprimierung von Video und Audio ist
das Ergebnis der Arbeit der "Moving Picture Experts Group", die nach
wie vor weiterarbeitet.
Entsprechend der Entwicklung unterscheidet man verschiedene Stufen, die sich
durch die Vorgaben der verschiedenen Datenstrukturen, Auflösungen, Datenraten
und Interaktionsmöglichkeiten unterschieden.
Wichtig für den MPEG-Standard ist die Festlegung der Dekodierung des
Filmmaterials, um die Anzeige zu sichern. Die Herstellung, also die Kodierung
des Materials, ist dagegen nicht vorgeschrieben. Hier unterscheiden sich also
die verschiedenen Programme, die MPEG-Dateien schreiben können (Encoder).
Das älteste ist das später als MPEG-1 bezeichnete Format. Es wird von den meisten Browsern und Medienplayern unterstützt. Auf diesem Format basierte auch der VCD-Standard (Video-CD). Heute wird das Format kaum noch verwendet.
Die Weiterentwicklung war das MPEG-2-Format. Dieses Format lässt weit höhere Datenraten zu als MPEG-1, unterstützt die Auflösung gängiger Video- bzw. Fernsehstandards und kann Video in deutlich besserer Qualität speichern. Auf diesem Format basieren z. B. das digitale Satellitenfernsehen und die DVD-Video. Im Internet spielt dieses Format auf Grund der Dateigrößen keine entscheidende Rolle, für ein gut ausgebautes Intranet dagegen können auch MPEG-2-Dateien genutzt werden.
Das MPEG-4-Format ist für unterschiedliche Datenraten und Auflösungen geeigneter als MPEG-2 und kann Video in erstaunlich guter Qualität wiedergeben. MPEG-4 wird inzwischen von allen Browsern und Playern standardmäßig unterstützt ohne einen zusätzlichen Decoder installieren zu müssen. Oft liefern digitale Kameras (z.B. von SmartPhones und Tablets) unmittelbar dieses Format. Die wichtigste Entscheidung bei der Videogestaltung ist neben einer geeigneten Kompressionsrate auch die Auflösung: HD oder SHD (720 Zeilen), Full-HD (1080 Zeilen) oder 4K (2160 Zeilen). Derzeit kann für das Internet noch immer SHD als ausreichend empfohlen werden. Im Intranet mit höheren Datendurchsätzen darf es aber auch gern Full-HD sein. 4K sollte die Ausnahme sein, da man hier noch entsprechende Download-Zeiten einplanen muss oder die Kompression ist so hoch gewählt, dass die hohe Auflösung keinen erkennbaren Gewinn bringt.
Im Internet findet man viele Informationen zu MPEG, u. a. unter https://mpeg.chiariglione.org/