| 3. Medien organisieren - Grafikformate - Das JPG-Format (JFIF) |
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Das JPEG-Format (benannt nach der Joint Photographic Experts Group -
Expertengruppe, die diesen Kompressionsstandard entwickelt hat) arbeitet mit Datenkompression
und Datenreduktion. Damit werden Bilddaten unwiederbringlich
gelöscht, was bei gutem Ausgangsmaterial im ersten Kompressionsgang fast nicht
zu sehen ist, aber bei hoher Kompression und schlechtem Ausgangsmaterial oder
bei wiederholter Kompression zu den bekannten JPG-Artefakten ("Klötzchenbildung"
im Ansichtsbereich) führt.
Das JPG-Format unterstützt 24-Bit-Farbtiefe (entspricht 16,7 Mio. Farben), feine Unterschiede in Helligkeit und Farbton
bei Fotos werden bewahrt.
Mit einer höheren Qualitätseinstellung beim Speichern werden
weniger Daten gelöscht, die JPG-Komprimierungsmethode kann dennoch zu Detailverlust in einem Bild führen,
insbesondere bei Bildern mit Text oder Vektorgrafiken.
Praktischer Tipp: Bei jedem Speichern einer Datei als JPG wird die Qualität
schlechter. Sie sollten JPG-Dateien also immer vom fertig bearbeiteten Originalbild aus speichern und nicht von einer
zuvor gespeicherten JPG-Datei. Wenn sie digital fotografieren, sollten sie am Apparat
die höchstmögliche Qualität einstellen. Gescannte Bilder sollten
auch hier zum Zwecke der Bearbeitung in einem verlustlosen Dateiformat
gespeichert und bearbeitet
(z. B. BMP oder TIF unkomprimiert) und erst zum Schluss
das Bild nach JPG konvertiert werden.
Transparenz wird vom JPEG-Format nicht unterstützt. Wenn sie ein zuvor
transparentes Bild als JPEG speichern, werden die transparenten
Pixel mit der aktuellen Hintergrundfarbe besetzt. Wenn sie
die Hintergrundfarbe der Webseite kennen, auf der das Bild eingesetzt wird, können
sie die Hintergrundfarbe auf
diese Farbe abstimmen, um Hintergrundtransparenz zu simulieren. Echte
Transparenz wird erst ab der erweiterten Version JPEG2000 unterstützt.
Standard-Kodierung:
Das Bild wird während des Downloads zeilenweise von oben nach unten aufgebaut.
Progressive Kodierung:
Die Zeilen des Bildes werden nicht streng nacheinander, sondern in Abständen
angezeigt. Damit erscheint das Bild zwar schnell in der vollen Größe, aber
zuerst eben sehr unscharf. Bei jedem neuen Durchlauf werden neue Zeilen
hinzugefügt, die Schärfe bessert sich bis zu seiner vollen Qualität.
Was ist das "JFIF"-Format ?
Anfangs hatte die JPEG noch kein wirklich einheitliches Format vorgegeben, was
dazu führte, dass einige Programme Bilder nicht lesen konnten, die mit anderen
Programmen erzeugt wurden. Später verabschiedete die JPEG einen verbindlichen
Standard, das JPEG File Interchange Format (JFIF). Normalerweise müssten heute
alle Dateien *.JIF als Endung haben, aber fast alle nutzen dennoch weiter die
alte Endung JPG.